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Audio tourHörwanderung | Arkadien entdecken | Unterwegs von Trogen auf den Gäbris

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  1. Audio tour Summary
  2. Audio tour Summary

    «Der Gäbris gehört ins Portfolio jedes ernsthaften Wanderers», sagt im 21. Jahrhundert der Wanderkolumnist Thomas Widmer. Ein Hügelberg sei er, und er bilde zusammen mit Hundwilerhöhe und Hochalp Appenzell Ausserrhodens voralpine Dreifaltigkeit. Als Ausflugsziel für die ganze Familie geeignet, sind die drei Hügelberge «mit sympathischen Wirtshäusern bestückt und bieten ein fantastisches Panorama».

    Entdecker der heilenden Wirkung beim Erwandern des Trogner Hausbergs ist der Landarzt Laurenz Zellweger (1692–1764). Sein Biograph Johann Caspar Hirzel schreibt: «Eine [neben den zahlreichen Korrespondenzen] andere, nicht weniger angenehme Abwechslung seines Lebens machten die Besuche seiner Freunde, da bald alle Jahre eine Gesellschaft seiner Verehrer von Zürich und Winterthur eine Wallfahrt nach Trogen anstellten und in seinem Umgang ihren Geist erquickten, wo sie in der reinen Berg=Luft, bey dem Gebrauch der Molken, die Gesundheit des Leibs erfrischten.» Die das appenzellische Arkadien aufsuchende Gesellschaft aus dem geschäftigen Limmat-Athen pflegt bei Zellweger in der «förenen Hütte» am Landsgemeindeplatz Trogen zu wohnen und der Gesundheit zuliebe «alle Morgen auf des Gaberius Höhe» zu steigen, um dort «in einer rußigen Cabane» Molken zu trinken, die ein «eißgrauer Senne» einschenkt. «Wir haben oft auf des Gaberius Höhen, | Im Angesichte des Camors und des Meßmers | Die Häupter freyer Staaten, und die Monarchen | Gelehrt und gezüchtigt», verewigt Bodmer das Hochgefühl auf dem Rücken des Gäbris zu philosophieren und zu politisieren 1747 in seiner «Ode an Philokles». Im 19. Jahrhundert greifen Literaten wie Ulrich Hegner oder Johann Conrad Appenzeller, aber auch der Arzt Johann Heinrich Heim, Verfasser von «Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais» (Zürich 1844), auf diese Motive zurück. Mit den Jahren werden sie zum festen Kanon, der bis heute die Bilder von der Landschaft, von deren Kultivierung und Siedlungsstruktur und den Menschen, die hier leben, prägen.

    Die Wanderung beginnt im Waschhäuschen am Landsgemeindeplatz Trogen und führt über die Stationen Thrüen, Nistelbühl und Kürstein auf den Gäbris. Es sind keine spezifischen Markierungen angebracht; die Route entspricht derjenigen des Meteowanderwegs (www.meteowanderweg.ch). Die Strecke führt über unbefestigte Wege ohne gefährliche oder exponierte Stellen. Leichte Wanderschuhe werden empfohlen. Unterwegs gibt es Feuerstellen und auf dem Gäbris zwei Gasthäuser. Wanderzeit: ca. 1,5 Stunden. Es ist auch denkbar, von Gais herkommend die Stationen in umgekehrter Reihenfolge zu passieren. Die Wanderung Gais-Gäbris-Trogen beträgt ca. 3 bis 3,5 Stunden. Als Ausgangspunkt für eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich der Bahnhof der Appenzeller Bahnen in St. Gallen an.

  3. 1 Gäbris 1 | Thrüen
  4. 2 Gäbris 2 | Nistelbühl
  5. 3 Gäbris 3 | Kürstein
  6. 4 Gäbris 4 | Gäbris
  1. Audio tour Summary

    «Der Gäbris gehört ins Portfolio jedes ernsthaften Wanderers», sagt im 21. Jahrhundert der Wanderkolumnist Thomas Widmer. Ein Hügelberg sei er, und er bilde zusammen mit Hundwilerhöhe und Hochalp Appenzell Ausserrhodens voralpine Dreifaltigkeit. Als Ausflugsziel für die ganze Familie geeignet, sind die drei Hügelberge «mit sympathischen Wirtshäusern bestückt und bieten ein fantastisches Panorama».

    Entdecker der heilenden Wirkung beim Erwandern des Trogner Hausbergs ist der Landarzt Laurenz Zellweger (1692–1764). Sein Biograph Johann Caspar Hirzel schreibt: «Eine [neben den zahlreichen Korrespondenzen] andere, nicht weniger angenehme Abwechslung seines Lebens machten die Besuche seiner Freunde, da bald alle Jahre eine Gesellschaft seiner Verehrer von Zürich und Winterthur eine Wallfahrt nach Trogen anstellten und in seinem Umgang ihren Geist erquickten, wo sie in der reinen Berg=Luft, bey dem Gebrauch der Molken, die Gesundheit des Leibs erfrischten.» Die das appenzellische Arkadien aufsuchende Gesellschaft aus dem geschäftigen Limmat-Athen pflegt bei Zellweger in der «förenen Hütte» am Landsgemeindeplatz Trogen zu wohnen und der Gesundheit zuliebe «alle Morgen auf des Gaberius Höhe» zu steigen, um dort «in einer rußigen Cabane» Molken zu trinken, die ein «eißgrauer Senne» einschenkt. «Wir haben oft auf des Gaberius Höhen, | Im Angesichte des Camors und des Meßmers | Die Häupter freyer Staaten, und die Monarchen | Gelehrt und gezüchtigt», verewigt Bodmer das Hochgefühl auf dem Rücken des Gäbris zu philosophieren und zu politisieren 1747 in seiner «Ode an Philokles». Im 19. Jahrhundert greifen Literaten wie Ulrich Hegner oder Johann Conrad Appenzeller, aber auch der Arzt Johann Heinrich Heim, Verfasser von «Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais» (Zürich 1844), auf diese Motive zurück. Mit den Jahren werden sie zum festen Kanon, der bis heute die Bilder von der Landschaft, von deren Kultivierung und Siedlungsstruktur und den Menschen, die hier leben, prägen.

    Die Wanderung beginnt im Waschhäuschen am Landsgemeindeplatz Trogen und führt über die Stationen Thrüen, Nistelbühl und Kürstein auf den Gäbris. Es sind keine spezifischen Markierungen angebracht; die Route entspricht derjenigen des Meteowanderwegs (www.meteowanderweg.ch). Die Strecke führt über unbefestigte Wege ohne gefährliche oder exponierte Stellen. Leichte Wanderschuhe werden empfohlen. Unterwegs gibt es Feuerstellen und auf dem Gäbris zwei Gasthäuser. Wanderzeit: ca. 1,5 Stunden. Es ist auch denkbar, von Gais herkommend die Stationen in umgekehrter Reihenfolge zu passieren. Die Wanderung Gais-Gäbris-Trogen beträgt ca. 3 bis 3,5 Stunden. Als Ausgangspunkt für eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich der Bahnhof der Appenzeller Bahnen in St. Gallen an.

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