音频游览

音频游览 Ursprünge und Migrationen

DER WEG NACH PARAGUAY

Die Geschichte der Mennoniten ist geprägt von Verfolgungen, Wanderungen und Umzügen. Durch die Regierungssysteme gezwungen, suchten sie in unterschiedlichen Momenten der Geschichte nach Orten, an denen sie ihr Leben abgesondert von der Welt und ohne religiöse und politische Einschränkungen gestalten konnten.

Die Linien auf der Weltkarte veranschaulichen diese Reisen, Umzüge und Wanderungen. Eine davon führt uns bis in den paraguayischen Chaco.

In den 1920er Jahren entschied eine Gruppe kanadischer Mennoniten in den Süden Amerikas zu ziehen, in ein für sie weitgehend fremdes Land: Paraguay. Erstmals in der Geschichte siedelten Mennoniten in der südlichen Hemisphäre.

Im November 1926 reisten 309 Personen in Zügen von Niverville, Carey und Altona in Manitoba durch Minneapolis und Chicago bis nach New York. Von da ging es mit dem Ozeandampfer Vasari der Linie Lamport & Holt Steamship Lines nach Buenos Aires.

Von Buenos Aires reisten sie mit einem kleinen Dampfer namens Apipe weiter und kamen am 29. Dezember im Hafen von Asunción an. Staatspräsident Dr. Eligio Ayala hieß die Reisenden willkommen. Danach reisten sie weiter und kamen am 31. Dezember 1926 in Puerto Casado an.

Hier stellte man fest, dass die Eisenbahnschienen noch nicht bis zum Siedlungsgebiet fertiggestellt worden waren, und dass auch das Land noch nicht ausgemessen war, wie vorher vereinbart. So musste man 16 Monate in Siedlerlagern warten, bevor man im Chaco auf eigenem Land ansiedelte.

Sechs weitere Gruppen folgten bis November 1927. Insgesamt kamen 1.745 Mennoniten von Kanada in den paraguayischen Chaco.

Die Reise war lang gewesen, voll von Hindernissen und Nöten. Und was sie in der Ansiedlungszeit im Chaco erwartete, sollte noch schwerer werden.

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