Balzers
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Balzers ist eine Gemeinde im Wahlkreis Oberland des Fürstentums Liechtenstein. Balzers verfügt über zwei Exklaven und ist somit eine dreigeteilte Gemeinde. Sie ist die westlichste wie auch die östlichste Gemeinde des Fürstentums und mit rund 4500 Bewohnern einwohnermässig die viertgrösste Gemeinde des Landes.
Balzers grenzt im Westen und Nordwesten an den Schweizer Kanton St. Gallen, im Süden an den Kanton Graubünden und im Osten und Nordosten an die Liechtensteiner Gemeinde Triesen. Der Rhein bildet die natürliche Grenze zu St. Gallen und das Rätikon grenzt die Gemeinde in Richtung Osten ab. Im Süden erhebt sich das Ellhorn – das 1948 der Schweiz abgetreten wurde – und am Fusse des Falknis verläuft die Passstrasse St. Luzisteig, die Balzers mit Maienfeld verbindet.
Die Gemeinde Balzers umfasst die Dorfteile Balzers und Mäls, das südlicher gelegen ist. Zusätzlich besitzt die Gemeinde fünf Genossenschaftsalpen in Liechtenstein und rund 370 Hektaren Wiesen und Wälder, die auf dem Gebiet des Schweizer Kantons Graubünden liegen.
Die Geschichte der Gemeinde Balzers ist in ihren Grundzügen mit der des Landes Liechtenstein identisch. Aufgrund der ausgegrabenen Kulturgegenstände ist für das Gemeindegebiet der Beweis einer Besiedlungskontinuität von der Jungsteinzeit an (etwa 3000 v. Chr.) bis zum heutigen Tag erbracht worden, wobei die Ortschaft im Jahr 842 erstmals urkundlich erwähnt wird.
Das Dorf zerfiel in die beiden Teile Balzers und Mäls, wovon das rätische Mäls der ältere Teil ist. Während «Meilis», wie Mäls im Rätischen Urbar heisst, etymologisch bis heute nicht gedeutet werden konnte, kann der Name Balzers (Palazoles) in Zusammenhang mit dem lateinischen «palatium» (= Herrenhof, Pfalz) gebracht werden.
Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass der Burghügel der Burg Gutenberg seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Seit im Jahr 1934 Funde am Südfuss des Burghügels Gutenberg entdeckt wurden, gilt Balzers als die südlichste Fundstelle der Rössener Kultur. Die «frühe» und die «späte Bronzezeit» sind durch am Burghügel Gutenberg gefundene Gefässreste fassbar. Von grosser kunstgeschichtlicher Bedeutung sind sieben menschliche Bronzestatuen und zwei Tierfiguren (Eber und Hirsch), die am Burghügel gefunden wurden. Dabei ist die Figur «Mars von Gutenberg» mit einer Grösse von zwölf Zentimetern besonders bedeutsam. Bei diesen Figuren handelt es sich wohl um Fruchtbarkeits- oder Ritualgegenstände.
Im Jahr 15 v. Chr. eroberten die Römer unter Augustus das Gebiet des heutigen Liechtensteins und errichteten die römische Provinz Raetia. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde die Heeresstrasse Mailand-Bregenz errichtet, die über die Luzisteig nach Balzers und weiter nach Bregenz führte. Aus diesem Grund wurden auch in Balzers verschiedenste römische Bauwerke errichtet.
Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten]
Im Mittelalter sind weitere Bautätigkeiten im Dorf nachweisbar. Zeitgleich gewann die Burg Gutenberg an Bedeutung, wo bereits im 9. und 10. Jahrhundert ein Friedhof mit rund 300 Gräbern angelegt wurde. Im Zürichkrieg brannten grosse Teile des Dorfes ab, sodass es neu errichtet wurde. Im Schwabenkrieg wurde die Ortschaft geplündert und die Burg Gutenberg belagert und beschossen.
Im Jahr 1795 kam es im nördlichen Dorfteil zu einem Brand, in dem neben 34 Häusern die Pfarrkirche zerstört wurden. Im März 1799 überquerten französische Truppen im Koalitionskrieg den Rhein bei Balzers und im Oktober 1799 nächtigten unter dem russischen General Alexander Wassiljewitsch Suworow rund 15'000 Mann in Balzers. In dieser Zeit kam es deshalb zu einer verstärkten Verarmung der Bevölkerung.
Ab dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Balzers zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort.
Source: de.wikipedia.org
Balzers grenzt im Westen und Nordwesten an den Schweizer Kanton St. Gallen, im Süden an den Kanton Graubünden und im Osten und Nordosten an die Liechtensteiner Gemeinde Triesen. Der Rhein bildet die natürliche Grenze zu St. Gallen und das Rätikon grenzt die Gemeinde in Richtung Osten ab. Im Süden erhebt sich das Ellhorn – das 1948 der Schweiz abgetreten wurde – und am Fusse des Falknis verläuft die Passstrasse St. Luzisteig, die Balzers mit Maienfeld verbindet.
Die Gemeinde Balzers umfasst die Dorfteile Balzers und Mäls, das südlicher gelegen ist. Zusätzlich besitzt die Gemeinde fünf Genossenschaftsalpen in Liechtenstein und rund 370 Hektaren Wiesen und Wälder, die auf dem Gebiet des Schweizer Kantons Graubünden liegen.
Die Geschichte der Gemeinde Balzers ist in ihren Grundzügen mit der des Landes Liechtenstein identisch. Aufgrund der ausgegrabenen Kulturgegenstände ist für das Gemeindegebiet der Beweis einer Besiedlungskontinuität von der Jungsteinzeit an (etwa 3000 v. Chr.) bis zum heutigen Tag erbracht worden, wobei die Ortschaft im Jahr 842 erstmals urkundlich erwähnt wird.
Das Dorf zerfiel in die beiden Teile Balzers und Mäls, wovon das rätische Mäls der ältere Teil ist. Während «Meilis», wie Mäls im Rätischen Urbar heisst, etymologisch bis heute nicht gedeutet werden konnte, kann der Name Balzers (Palazoles) in Zusammenhang mit dem lateinischen «palatium» (= Herrenhof, Pfalz) gebracht werden.
Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass der Burghügel der Burg Gutenberg seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Seit im Jahr 1934 Funde am Südfuss des Burghügels Gutenberg entdeckt wurden, gilt Balzers als die südlichste Fundstelle der Rössener Kultur. Die «frühe» und die «späte Bronzezeit» sind durch am Burghügel Gutenberg gefundene Gefässreste fassbar. Von grosser kunstgeschichtlicher Bedeutung sind sieben menschliche Bronzestatuen und zwei Tierfiguren (Eber und Hirsch), die am Burghügel gefunden wurden. Dabei ist die Figur «Mars von Gutenberg» mit einer Grösse von zwölf Zentimetern besonders bedeutsam. Bei diesen Figuren handelt es sich wohl um Fruchtbarkeits- oder Ritualgegenstände.
Im Jahr 15 v. Chr. eroberten die Römer unter Augustus das Gebiet des heutigen Liechtensteins und errichteten die römische Provinz Raetia. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde die Heeresstrasse Mailand-Bregenz errichtet, die über die Luzisteig nach Balzers und weiter nach Bregenz führte. Aus diesem Grund wurden auch in Balzers verschiedenste römische Bauwerke errichtet.
Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten]
Im Mittelalter sind weitere Bautätigkeiten im Dorf nachweisbar. Zeitgleich gewann die Burg Gutenberg an Bedeutung, wo bereits im 9. und 10. Jahrhundert ein Friedhof mit rund 300 Gräbern angelegt wurde. Im Zürichkrieg brannten grosse Teile des Dorfes ab, sodass es neu errichtet wurde. Im Schwabenkrieg wurde die Ortschaft geplündert und die Burg Gutenberg belagert und beschossen.
Im Jahr 1795 kam es im nördlichen Dorfteil zu einem Brand, in dem neben 34 Häusern die Pfarrkirche zerstört wurden. Im März 1799 überquerten französische Truppen im Koalitionskrieg den Rhein bei Balzers und im Oktober 1799 nächtigten unter dem russischen General Alexander Wassiljewitsch Suworow rund 15'000 Mann in Balzers. In dieser Zeit kam es deshalb zu einer verstärkten Verarmung der Bevölkerung.
Ab dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Balzers zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort.
Source: de.wikipedia.org
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