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Gundeldinger Feld

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Ab 1870 wurde das ganze ehemals grüne Gelände mit Wohnungen und Gewerbe überbaut. Auf diesem Areal entstand eine Fabrik. Erst wurden Bandwebmaschinen für die Seidenbandfabrikanten produziert, später siedelte sich eine Maschinenfabrik an.

1999 beschloss die damalige Eigentümerin, die Fabrik in Basel aufzugeben. Rasch gründete sich eine Initiative, die sich zum Ziel setzte, das Gelände mitten in der Stadt, mit vielen Wohnhäusern rundherum, anders zu nutzen. Ein Begegnungs- und Erlebnisraum im Quartier sollte entstehen. Ein Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für die Arbeit und für die Freizeit. Und bei alldem sollte das Gundeldinger Feld ein Pilotprojekt für die 2 000-Watt Gesellschaft werden.

Heute wird das Gundeldinger Feld ganz vielfältig genutzt: Es hat Restaurants und Cafés, Büros, Ateliers und Praxisräume, eine Kletterhalle, eine Bibliothek, ein Kindertreff, eine Brauerei, ein Backpacker-Hotel und vieles mehr.

 
Alle Mieter verpflichten sich, den Energieverbrauch zu reduzieren. Der Strom, der im Gundeldinger Feld gebraucht wird, soll wenn möglich auch hier produziert werden. Es wurden bereits drei Photovoltaikanlagen installiert, weitere sind geplant.

Siehst du den Turm mit der rostigen Treppe da in der Mitte: Das war früher das Silo, in dem die Kohle für die Fabrik gelagert wurde. Das Kohlesilo. Und weil man jetzt keine Kohle mehr braucht, hat man das Silo umgebaut. Drei Böden wurden eingebaut, aus alten Kohletrichtern und Kohleschächten wurden kleine Räume, Büros und Sitzungszimmer geschaffen, die sich dank cleverer Konzeption alle miteinander verbinden lassen. Die olivfarbenen Fassadenplatten auf der Vorderseite und die blauen auf der Rückseite sind Photovoltaikmodule. Diese liefern nun zusammen mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach erneuerbare Sonnenenergie. Nicht nur zweckmässig und klimafreundlich, sondern auch ein bunter Blickfang im Gundeldinger Feld.

 

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