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Landhof – Urban Agriculture

Landhof – Urban Agriculture

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Du Bettina, hast du eigentlich auf deinem Balkon auch Blumen oder Tomaten?

 
Ja, ich habe Kräuter auf dem Balkon. Tomaten wären mir zu heikel. Aber ich habe Thymian, Rosmarin, Basilikum, Lavendel und Oregano gepflanzt und mache sogar Tee aus den Kräutern.

Urban Gardening ist im Trend. Was schon vor vielen Jahren in New York seinen Anfang nahm, breitet sich auch in Basel aus. Über 40 städtische Projekte sind im sogenannten Urban Agriculture Netz Basel zusammengeschlossen. Alle diese Projekte haben das Ziel, aus grauen, betonierten und unbenutzten Flächen grüne Oasen in der Stadt zu machen. Orte, an welchen sich umwelt-, klima- und ernährungsbewusste Menschen treffen und gemeinsam etwas tun.

Der Landhof ist eines dieser Basler Projekte.

Übrigens… hier Im Stadion Landhof trugen der FC Basel und die Schweizer Fussballnationalmannschaft bis in die 1970er-Jahre ihre Heimspiele aus.

 

 
Schau, da ist jemand am Arbeiten. Ich frag mal nach. Hallo.

 
Hallo.

 
Darf ich dich etwas fragen?

 
Ja klar. Um was geht’s?

 
Ich bin Bettina und wir machen einen Basler Stadtrundgang zum Thema Klimaschutz.

 
Oh, spannend. Ich bin Magdalena. Ich bin vom Team von Urban Agriculture Basel.

 
Hallo Magdalena, gehst du noch zur Schule?

 
Ja, ich gehe auf die Steinerschule am Jakobsberg. Bin jetzt 16 und in der 10. Klasse – habe also noch ein paar Jahre vor mir…

 
Warum bist du hier im Landhof am Gärtnern?

 
Das ist irgendwie Zufall. Mein Pate ist Mitglied von Urban Agriculture und er fragte mich mal, ob ich Lust hätte zur Generalversammlung mitzukommen, die hier, auf diesem Platz vor dem Gewächshaus, im Landhof stattfand. Das war etwa vor einem Jahr. So kam ich das erste Mal hier her. Mir gefiel der schöne grüne und bepflanzbare Fleck so mitten in Stadt sofort.

Bei der Versammlung wurden Mitglieder gesucht für den Vorstand von Urban Agriculture. Man fragte mich, ob ich mitmachen wollte. Man hätte auch gerne junge Leute in meinem Alter dabei. Ich sagte spontan zu, obwohl ich noch gar nicht richtig wusste, was denn meine Aufgaben sein sollten.

 
Und, wie läuft‘s denn bis jetzt?

 
Jetzt bin ich Vorstandsmitglied und ich muss mich noch etwas in die Rolle einarbeiten. Ziel ist, dass ich eine Art Botschafterin werde und Jugendliche motivieren kann, auch in einem der vielen Projekte von Urban Agriculture mitzumachen oder sich auf ihre Weise für eine nachhaltigere und sozusagen „essbare“ Stadt einzusetzen.

 
Und welche Projekte gefallen dir besonders gut?

 
Im Moment bin ich noch bei keinem Projekt fest dabei, sondern schaue bei verschiedenen zu, um herauszufinden, was mir am meisten zusagt. Wie heute hier im Landhof. Ist echt schwierig, weil irgendwie alle toll sind, und es gibt für jeden Geschmack etwas - wortwörtlich…!

 

Ich habe auch angefangen zu Hause in unserem eigenen Garten zu pflanzen, aber das ist halt etwas anderes, mir fehlt dabei der soziale Austausch, der in den Projekten stattfindet. Es geht ja um viel mehr als einfach ums Gärtnern!

Besonders interessieren mich im Moment die Projekte „Generationengärten“ und „Schlemmergarten“, denn beide verbinden verschiedenste Menschen und sind generationenübergreifend. Begegnungsorte für Interessierte mit unterschiedlichsten sozialen, beruflichen und geografischen Hintergründen. Dort möchte ich mich mehr einbringen.

 
Wir beschäftigen uns mit dem Thema Klimaschutz. Was trägst du ganz persönlich zu diesem Thema bei?

 
Unsere Familie hat kein Auto und ich selber fahre sehr gern Velo. Ausserdem kaufe ich keine neuen Kleider, sondern gehe oft auf den Flohmi, dort werde ich immer fündig. Durch das Engagement im Verein habe ich auch ein besseres Verständnis für vieles bekommen. Ich lege Wert darauf, lokale Nahrungsmittel zu konsumieren. Mir ist wichtig, dass ich bei möglichst allem, was ich konsumiere, weiss, woher es kommt.

 

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