Englischer Garten: Biergärten und mehr
Der Englische Garten in München ist der größte von einer Stadt unterhaltenen Park Europas. Man kann ihn leicht mit der U-Bahn und dann in wenigen Schritten zu Fuß erreichen.
Im Park gibt es mehrere schöne Biergärten, wovon der am Chinesichen Turm der größte seiner Art ist und 7.000 Plätze aufweist. In diesem Biergarten wird ausschließlich Hofbräu-Bier ausgeschenkt. Die Besucher können bei traditioneller bayerischer Musik leckere Speisen wie beispielsweise Brezn, Schweinebraten und Knödel zu sich nehmen. Ein anderer Biergarten im Englischen Garten heißt der 1840 eingerichtete „Hirschau“, der sich nördlich des Chinesischen Turms befindet. Hier finden 1.700 Personen Platz, die sich hier Löwenbräu-Bier in authentischer bayerischer Atmosphäre unter Kastanien gönnen können. Im Biergarten „Seehaus“, in dem bis zu 2.500 Gäste unterkommen, wird Paulaner-Bier ausgeschenkt. Ganz am nördlichen Ende des Parks befindet sich der „Aumeister“, und zwar seit 1810.
Der Englische Garten hat eine lange Geschichte. 1789 beauftragte Kurfürst Carl Theodor den in Amerika geborenen und als Mitglied der Londoner Royal Society etablierten Benjamin Thompson, der zu diesem Zeitpunkt in München Kriegsminister war, mit der Gestaltung des Parks an der Isar. Thompson, der später den Namen Graf Rumford erhielt, plante einen großen Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens, der als Militärgarten, den Soldaten Landwirtschaftskenntnisse vermitteln sollte. Außerdem sollte der Englische Garten eine grüne Oase für die Einwohner Münchens werden, wahrscheinlich um sie bei Laune zu halten, denn 1789 war ja das Jahr der Französichen Revolution. Im 18. Jahrhundert wurde auch der Chinesiche Turm nach dem Vorbild des Turms in Peking errichtet, und zwar aufgrund der Tatsache, dass die chinesische Architektur zu dieser Zeit in Europa sehr populär war.
Heute ist der Englische Garten ein Tummelplatz für Freizeitaktivitäten im Grünen, besonders bei Radfahrern und den Besuchern der zahlreichen Biergärten. Der Park ist größer als der Central Park in New York und hat stolze 78 km Spazierwege,12 km Reitwege und über 8 km Wasserwege mit vielen Brücken. Zwischen dem Japanischen Teehaus und dem chinesischen Turm findet man die Schönfeldwiese, wo man seit den 1960er Jahren nackt sonnenbaden kann.
Falls Sie auf den parallel zur Isar verlaufenden Eisbach treffen, werden Sie einige Surfer sehen können und feststellen, dass München der Geburtsort des Fluss-Surfens ist. Durch einen speziellen Pumpvorgang wird eine stehende Welle erzeugt, die es Mutigen ermöglicht, eine Minute zu surfen. Dann müssen die Surfer ihren Spaß beenden und sich wieder anstellen.
Photo Englischer Garten from Monopteros by Ludmiła Pilecka is licensed under CC BY-SA 3.0
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