Skip to main content
izi.TRAVEL
  • Audioguides
  • Download the app
  • How it works
  • Offers

  • Create a guide
  • Login
  • Tutorials
  • Support
  • FAQ

  • About us
  • Blog
  • Contact
  • Partners
  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram
izi.TRAVEL
  • Audio guides
  • Create a guide
  • API
  • About us
  • Login
  • offers
  • en Language: English
    English Deutsch Español Français Italiano Nederlands Português Română Русский Svenska 中文

You are here

  1. izi.TRAVEL
  2. Switzerland
  3. Göschenen
  4. myclimate Audio...
  5. Auf der grossen...
myclimate Audio...

Auf der grossen Seitenmoräne der kleinen Eiszeit

Only in German

Auf der grossen Seitenmoräne der kleinen Eiszeit

Listen to audio
Update Required To play the media you will need to either update your browser to a recent version or update your Flash plugin.
Mobile App

Madlen: Wahnsinn, die Aussicht, die wir von dieser Moräne aus haben. Erinnerst du dich, was Moräne bedeutet? Gesteinshaufen, Geröll, alles, was der Gletscher mitgeschleppt hat. Das hier ist eine Seitenmoräne, das bedeutet, dass sie entlang der Ränder der Gletscherzunge entstanden ist. Von hier oben aus kann man sich gut vorstellen, mit welcher Kraft, der Gletscher das Gesteinsmaterial und die Felsbrocken mitgerissen hat. Findest du nicht auch? Kannst du dir vorstellen, dass wir beim Überqueren des Damma Gletschervorfeldes gerade mit jedem Schritt auf 50 Millionen Lebewesen gestanden sind? Das sind grosse Zahlen, nicht wahr? Und man getraut sich fast nicht mehr, sich noch zu bewegen... Wieviele von diesen Bakterien, ich wohl zerquetscht habe? Pro Kubikzentimeter Boden sind es nämlich 100'000 winzig kleine Lebewesen. Wahnsinnig. Eine solche Zahl macht mich grad schwindlig. Kannst du dir vorstellen, wie die Forscherinnen und Forscher diese Bakterien wohl gezählt haben? 100'000 kleinste Zellen zu zählen, dünkt mich nicht gerade einfach. Wenn ich jetzt ab sofort auf 100'000 zählen würde, hätte ich dafür mehr als einen Tag. Ich verrate es dir: Die Forscherinnen und Forscher haben ein Apparat, der erkennen kann, wie die Bakterien aufgebaut sind. Der Apparat hat also eine Art Foto von einem kreisförmigen Faden im Inneren der Bakterien und Pilze gemacht und so hat man zählen können, wieviele Bakterien und Pilze es gibt und ob es alles dieselben sind oder ob sie unterschiedlich sind. Eine grosse Arbeit, war es aber auf jeden Fall. Die BigLink Forscher haben hier zum Beispiel einen Hefepilz gefunden, der mit dem Wind und dem Regen hierher gebracht wurde: Mrakia heisst er. Er besteht aus einer einzigen Zelle und schafft es, hunderte verschiedener organischer Substanzen abzubauen. Wichtig sind auch die felsfressenden Bakterien. Sie verdauen den Stein auf dem sie leben. Die Winzlinge scheiden Säuren aus, welche den Stein auflösen und Mineralsalze freisetzen.

Lustig, sich das vorzustellen: Wir stehen auf dieser Moräne und unter uns werkeln diese Winzlinge und dank ihnen wird es irgendwann auch hier Boden geben und dichten Pflanzenwuchs.

Und was hältst du von der Vorstellung, dass der Gletscher noch einmal weiterwächst? Vielleicht nicht mehr ganz bis nach Luzern aber doch immerhin hinunter bis zum Göscheneralpsee, da wo er vor zweihundert Jahren war. Die ganzen Häuser und alles, was der Mensch gebaut hat, würde er zermalmen, das wäre kein Problem für ihn. In den letzten 10'000 Jahren seit den letzten Eiszeiten sind Gletscher immer wieder gewachsen und daraufhin wieder geschmolzen. Jedes Mal wenn sie wuchsen, haben sie ganze Wälder und Weiden mit Eis bedeckt. Und wenn sich der Gletscher wieder zurückzieht, findet man hin und wieder noch versteinertes Gletscherholz, aber normalerweise bleiben kaum Spuren der Wälder zurück. Unter dem Eis ist nämlich nicht alles tot. Auch unter dem Eis leben Bakterien und Pilze und diese fressen dann genüsslich all die abgestorbenen Wälder und Wiesen unter dem Eis auf. Wegen der kalten Temperaturen und dem Sauerstoffmangel ist ihr Stoffwechsel und ihr Wachstum sehr, sehr langsam: Aber sie haben ja auch alle Zeit der Welt. Und wenn der Gletscher dann wieder wegschmilzt, dann sind auch die Bäume darunter weg: gefressen von Bakterien, die unter dem Gletscher leben. Ich könnte mich noch lange auf diesem Gletschervorfeld tummeln aber ich denke, wir müssen jetzt weiter. Wir gehen zur Station 8 beim Delta der Chelenreuss. Nach der Musik deshalb das Audiogerät ausschalten und beim Delta der Chelenreuss wieder einschalten.

Share
ShareShare TweetTweet WhatsappWhatsapp EmailEmail Copy linkCopy link
Open in app
Provided by myclimate myclimate ist Ihr Partner für wirksamen Klimaschutz- Beratung, Bildung und Klimaschutzprojekte View all guides
  • About us
  • Contact
  • Support
  • FAQ
  • Terms and conditions
  • Investors
  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram