Audio tour

Audio tourAuf den Spuren der Migration in der Stadt Luxemburg

2 sights

  1. Audio tour Summary
  2. Audio tour Summary

    Der Beitrag von Arbeitsmigranten zum wirtschaftlichen Aufschwung Luxemburgs seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis ins 21. Jahrhundert ist unbestritten. Italiener, Portugiesen und Kapverdianer siedelten sich zunächst meist in den wirtschaftlich schwachen Vierteln der Stadt an, wo ihre Existenzgründung nur in den seltensten Fällen einfach war. Doch schon vor dem 20. Jahrhundert war die frühere Festungsstadt ein Einwanderungsort für Garnisonssoldaten, Steinmetze und andere Handwerker. In der Hauptstadt befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg auch die Vertretung der Red Star Line, wo meistens von existenzieller Not getriebene Einheimische ihre Fahrkarten für die Überseeauswanderung kauften. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ziehen die beruflichen Möglichkeiten der Hauptstadt vermehrt hochqualifizierte und hochbezahlte Fachkräfte aus dem Ausland an. Was der globalen Wirtschaft des Landes und der Stadt guttut, beeinträchtigt aber auch das soziale Gefüge der Stadt. Finanziell weniger gut gestellte Arbeitnehmer aus dem In- und Ausland können sich das Leben in der mehr und mehr gentrifizierten Stadt nicht mehr leisten und werden zu Pendlern.
     
    Der Tourguide, den Studierende des Historischen Instituts der Universität Luxemburg ausgearbeitet haben, macht bekannte und weniger bekannte Schauplätze der kommunalen und nationalen Migrationsgeschichte sichtbar. Manche Geschichten, auf die Sie während der Entdeckungsreise durch die Stadt stoßen werden, erzählen Erfolgsgeschichten, andere berichten vom Alltag, von Konflikten und Kämpfen um Anerkennung. Ziel des Stadtführers ist es, Sie an Lebensrealitäten von Migranten durch die Jahrhunderte heranzuführen und damit zur Wahrnehmung von Migrationsgeschichte als wesentlichem Teil der Luxemburger Geschichte beizutragen.
     
     Auf der Tour begegnen Sie Postkarten und Photographien aus Privatsammlungen und der Photothek der Stadt Luxemburg sowie Filmausschnitten aus den Beständen des Centre national de l'Audiovisuel (CNA).

     
    Erstellen des Stadtführers: Marie-Paule Jungblut, edutainment.uni.lu am Historischen Institut-Uni.lu; Historische Beratung: Prof. Dr. Michel Pauly, Historisches Institut-Uni.lu. Unser Dank gilt auch der ASTI für ihre ideelle Unterstützung sowie für die Übersetzung der Texte ins Französische und ins Englische.

    Viel Spaß!

  3. 1 Geballte Vielfalt am Bahnhof
  4. 2 Steinernes Symbol für den Aufstieg
  5. 3 Europa zieht nach Luxemburg
  6. 4 Die Erfolgsgeschichte des Cesare Clivio
  7. 5 Juden In Luxemburg
  8. 6 Auswandern für ein besseres Leben
  9. 7 Steinmetze aus Deutschland und Anti-Franco-Besetzung
  10. 8 Migrantenkinder im Luxemburger Bildungssystem
  11. 9 Heiratsmigration in der großherzoglichen Familie
  12. 10 Katholische Einwanderung
  13. 11 Das Europaviertel
  14. 12 Brandkastastrophe im Migrantenviertel "Béinchen"
  1. Audio tour Summary

    Der Beitrag von Arbeitsmigranten zum wirtschaftlichen Aufschwung Luxemburgs seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis ins 21. Jahrhundert ist unbestritten. Italiener, Portugiesen und Kapverdianer siedelten sich zunächst meist in den wirtschaftlich schwachen Vierteln der Stadt an, wo ihre Existenzgründung nur in den seltensten Fällen einfach war. Doch schon vor dem 20. Jahrhundert war die frühere Festungsstadt ein Einwanderungsort für Garnisonssoldaten, Steinmetze und andere Handwerker. In der Hauptstadt befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg auch die Vertretung der Red Star Line, wo meistens von existenzieller Not getriebene Einheimische ihre Fahrkarten für die Überseeauswanderung kauften. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ziehen die beruflichen Möglichkeiten der Hauptstadt vermehrt hochqualifizierte und hochbezahlte Fachkräfte aus dem Ausland an. Was der globalen Wirtschaft des Landes und der Stadt guttut, beeinträchtigt aber auch das soziale Gefüge der Stadt. Finanziell weniger gut gestellte Arbeitnehmer aus dem In- und Ausland können sich das Leben in der mehr und mehr gentrifizierten Stadt nicht mehr leisten und werden zu Pendlern.
     
    Der Tourguide, den Studierende des Historischen Instituts der Universität Luxemburg ausgearbeitet haben, macht bekannte und weniger bekannte Schauplätze der kommunalen und nationalen Migrationsgeschichte sichtbar. Manche Geschichten, auf die Sie während der Entdeckungsreise durch die Stadt stoßen werden, erzählen Erfolgsgeschichten, andere berichten vom Alltag, von Konflikten und Kämpfen um Anerkennung. Ziel des Stadtführers ist es, Sie an Lebensrealitäten von Migranten durch die Jahrhunderte heranzuführen und damit zur Wahrnehmung von Migrationsgeschichte als wesentlichem Teil der Luxemburger Geschichte beizutragen.
     
     Auf der Tour begegnen Sie Postkarten und Photographien aus Privatsammlungen und der Photothek der Stadt Luxemburg sowie Filmausschnitten aus den Beständen des Centre national de l'Audiovisuel (CNA).

     
    Erstellen des Stadtführers: Marie-Paule Jungblut, edutainment.uni.lu am Historischen Institut-Uni.lu; Historische Beratung: Prof. Dr. Michel Pauly, Historisches Institut-Uni.lu. Unser Dank gilt auch der ASTI für ihre ideelle Unterstützung sowie für die Übersetzung der Texte ins Französische und ins Englische.

    Viel Spaß!

Reviews

No reviews yet

Write the first review
A minimum rating of 1 star is required.
Please fill in your name.

Sponsors of this tour