Skip to main content
izi.TRAVEL
  • Audioguides
  • Download the app
  • How it works
  • Offers

  • Create a guide
  • Login
  • Tutorials
  • Support
  • FAQ

  • About us
  • Blog
  • Contact
  • Partners
  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram
izi.TRAVEL
  • Audio guides
  • Create a guide
  • API
  • About us
  • Login
  • offers
  • en Language: English
    English Deutsch Español Français Italiano Nederlands Português Română Русский Svenska 中文

You are here

  1. izi.TRAVEL
  2. Switzerland
  3. Göschenen
  4. myclimate Audio...
  5. Auf der 1992-er Endmoräne
myclimate Audio...

Auf der 1992-er Endmoräne

Only in German

Auf der 1992-er Endmoräne

Listen to audio
Update Required To play the media you will need to either update your browser to a recent version or update your Flash plugin.
Mobile App

Ich habe dir gesagt, wir treffen uns bei der Moräne wieder. Aber ich habe nicht erklärt, was eine Moräne ist. Hast du das Wort Moräne verstanden? Kannst du etwas Französisch? Vielleicht kennst du das Wort„Bonjour“, das heisst guten Tag und bestimmt hast du auch schon „Joyeux anniversaire à toi“ gesungen, das heisst „Happy Birthday to you, alles Gute zum Geburtstag“. Moräne ist auch beinahe ein französisches Wort. Das französische Wort„Moraine“ heisst Geröll. Und eine Moräne ist all das, was der Gletscher angeschleppt hat. Geröll, Steine, Sand. Der Gletscher bewegt sich nämlich. Er fliesst. Wenn er fliesst nimmt er Steine und Felsbrocken mit. Und wenn der Gletscher schmilzt, sieht man, was er alles mitgerissen hat. Wir sind jetzt auf einer Endmoräne, die 1992 freigelegt worden ist. Vor 1992 kam der Gletscher also noch bis hierhin. Schau dir die polierten, glatten Gesteinsoberflächen an, da wo der Gletscher gewirkt hat und dann im Gegensatz dazu die zerklüfteten Berggipfel, wo nie ewiges Eis war: diese Gipfel sind schroff und kantig. So kannst du den Berg lesen und weißt eindeutig welche Stellen jemals von Eis bedeckt waren und welche immer eisfrei waren. Gletscher kommen und gehen, getrieben vom sich immer wieder ändernden Klima. Die Gletscher formen die Berge, graben tiefe U-förmige Täler, sie schleifen die Felsen und häufen an anderen Stellen Gesteinsbrocken und Felsschutt zu Moränen auf. Als ich das erste Mal hierher kam, da begegnete ich einigen Forschern des BigLink Projektes. Es war auch ihre erste Exkursion zum Vorfeld des Damma-Gletschers. Plötzlich entdeckten wir rote Punkte inmitten von Moosen auf nacktem Stein. Die kleinen roten Scheibchen lagen wie zufällig auf dem Moosteppich verstreut, als ob jemand sie verloren hätte. Wie kleine rote Lichtsignale im Strassenverkehr. So als wollte jemand sagen: „Halt Stopp, geht nicht weiter!“ Niemand hätte in dieser grün-grauen Einöde aus Moos und Sand eine solch knallige Farbe erwartet. Fast schon kitschig. Es waren Pilze. Schildborstlinge. Kleine purpurrote Scheibchen, umsäumt von einem Kranz aus dunkelbraunen Borsten. Der Pilz ernährt sich von toten Pflanzenresten. Auf Englisch haben diese Schildborstlinge eine hübschen Namen: Eyelash Cup, Augenwimper-Becherling.

Vielleicht sehen wir welche, wenn wir wieder von unserer Moräne heruntersteigen. Und apropos rote Lebewesen...hat du schon mal roten Schnee gesehen? Nicht? Es gibt hier blutenden Schnee. Wirklich! Natürlich blutet der Schnee nicht wirklich: es sind rote, einzellige Algen, die auf dem Schnee leben und ihn rot färben. Sieht sehr verblüffend aus. Die Forscher denen ich begegnete, wollten herausfinden, in welchen Bahnen die Bäche aus dem Gletschereis fliessen. Dafür gaben sie etwas ungiftige Farbe ins Wasser. Sie hatten ein Messgerät, einen Fluorometer dabei. Mit diesem konnten sie messen, wie sich das gefärbte Wasser verteilt. Auf diese Weise finden die Forscher heraus, zu welchen Jahreszeiten viel Wasser fliesst und sie stellen Überlegungen an, wie sich der Wasserfluss in der Zukunft verändern wird.

So! Ich habe jetzt grosse Lust, die Gesteinsbrocken im Gletschervorfeld und auf der Moräne näher zu untersuchen: vielleicht finden wir solche mit Adern aus Quarzkristallen drin, helle, dunkle und fast schwarze. Schon eindrücklich, wie der Gletscher die Felsen für uns in Stücke gebrochen hat und wie er es schafft, diese riesigen Brocken über grosse Distanzen mitzuschleppen.

Lass uns von Felsbrocken zu Felsbrocken gehen: etwas Zeit haben wir ja noch. Danach gehen wir weiter. Ich weiss einen Ort, wo wir das gesamte Gletschervorfeld überblicken können. Wir gehen weiter auf die zweite Moräne, die 1850er Moräne, diejenige in Richtung der Dammahütte. Nach der Musik deshalb das Audiogerät ausschalten und auf der zweiten Moräne wieder einschalten.

Share
ShareShare TweetTweet WhatsappWhatsapp EmailEmail Copy linkCopy link
Open in app
Provided by myclimate myclimate ist Ihr Partner für wirksamen Klimaschutz- Beratung, Bildung und Klimaschutzprojekte View all guides
  • About us
  • Contact
  • Support
  • FAQ
  • Terms and conditions
  • Investors
  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram